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Unsere Geschichte: Wie wurden wir zu Jung-Autoren?

Der Weg, den wir gegangen sind, um unseren Traum eines eigenen Buch’s zu verwiklichen, war ein aufregender. Die anfängliche Entscheidung zwischen Vollanstellung und Reisen + Schreiben viel uns alles andere als leicht, doch wir haben sie bis jetzt keine Sekunde bereut. Wie sich die Geschichte um die zwei jungen Autoren entwickelt hat, kannst in den folgenden Zeilen lesen.

Team BGB am 2. höchsten Alpenpass

Wie alles begann (2016):

Alles begann mit einem dualen Studium in Düsseldorf, wo sich unsere Wege zum ersten Mal kreuzten. Durch den im Studium traditionell hoch frequentierten Konsum kühler Hefehelden merkten wir schnell, dass wir auf einer Wellenlänge sind. Gemeinsame Interessengebiete wie Fußball, Kneipen oder das ehrwürdige Feierabendbier stellten die Freundschaft von Anfang an unter einen guten Stern. Das gemeinsame Schnabulieren von Hopfentorpedos führte schließlich zu einem regelmäßigen Austausch kreativer und wahnwitziger Ideen.

Eine dieser Ideen war das Biergesetzbuch [BGB]

Es war einer dieser Abende mit unseren Freunden in der berüchtigten Düsseldorfer Altstadt. Vermehrte Smartphone-Nutzung, ständiges Beschweren über unwichtige Kleinigkeiten, Trinken ohne anzustoßen und am allerschlimmsten: Das hochmathematische Aufteilen der Rechnung pro Kopf nach individuell verzehrter Menge. Uns wurde zunehmend klar, dass die Gesellschaft ganz dringend einen Ratgeber benötigt, der dem gemeinsamen Umtrunk eine gewisse Grundstruktur gibt. Die Idee eines Biergesetzes reifte fortan in unseren über-hopften Stammhirnen.

Parallel zu Studium und Arbeit begannen wir unsere Ideen relativ planlos in einem OneNote-Dokument niederzuschreiben. Wir schrieben aus Spaß und ohne Ziel einfach „drauf los“. Anfangs wäre uns im Traum nicht in den Sinn gekommen, dass aus dieser chaotischen Sammlung Bierwitze und Biergeschichten einmal ein echtes Buch werden könnte. Wir trugen einfach nur all unseren Hirnbrei zusammen und entwickelten so die ersten Kapitel und Paragraphen des BGB. Aus dem anfänglichen, kontextlosen Hin- und Herschicken von Biersprüchen und Memes entwickelte sich somit schnell eine neue Leidenschaft:

„Wir machen Biergesetz!“

Über einen Zeitraum von fast zwei Jahren sammelten wir immer mehr Ideen und schrieben einfach weiter. Trotz einiger Unterbrechungen durch lästige Klausur- und Praxisphasen blieben wir dran und kamen wie Marco Reus nach Zwangs-pausen einfach immer wieder zurück. Rückblickend ist das einigermaßen absurd, da wir während des Schreibens nie konkret das Ziel formulierten, das Buch später tatsächlich zu veröffentlichen. Wir schrieben für unsere Freunde und Bekannten und für uns selbst. Tatsächlich machte uns das Schreiben wahnsinnig Spaß, weshalb wir, ohne groß darüber nachzudenken, immer weitermachten. Irgendwann, als die Zahl der Seiten dreistellig wurde, begannen wir die ersten Entwürfe mit unseren Freunden zu teilen. Wir werden nie den Anblick vergessen, als einige unserer langjährigen Weggefährten gemeinsam in den ersten Druck schauten und sich vor Lachen nicht mehr eingekriegt haben. Die Situation war so surreal, dass wir erstmal mit einem Kelch wohl gekühltem Hopfengold anstoßen mussten, um die aufbrausenden Emotionen in den Griff zu bekommen. Solch positive Erlebnisse motivierten uns zusätzlich weiterzumachen, bis uns jemand den völlig trockenen und offensichtlichen Tipp gab, den wir bis dahin komplett übersehen hatten:

„Jungs, ihr müsst das Buch veröffentlichen!“

Kühlen Bier in den italienischen Alpen

Ein Traum wird wahr (2018):

Zusätzlich angestachelt verbesserten wir das bereits vollendete Manuskript und begannen zu recherchieren, wie man überhaupt ein Buch veröffentlicht. Schließlich hatten wir keine Ahnung davon und kannten niemanden, der sich mit diesem Themengebiet auskennt. Relativ schnell fanden wir heraus, dass Amazon ein attraktives Modell für unabhängige Autoren wie uns anbietet und beschlossen dieses zu nutzen.[1]

Nach zwei Jahren leidenschaftlicher Schreibarbeit, begleitet von Blut, Schweiß und Bier, erblickte unser Baby am 10. November 2018 das Licht der von uns so geliebten Hopfenlandschaft. Zu Beginn war es ein merkwürdiges Gefühl, aber unser Buch, unser eigenes verdammtes Buch, war jetzt auf Amazon käuflich zu erwerben! Noch im selben Jahr wurde es von Freunden und Bekannten gekauft und weiterempfohlen, wodurch sich unsere Reichweite auf Amazon und damit unser Bekanntheitsgrad erhöhte. Wir waren nach einigen Monaten so erfolgreich, dass wir zum Nr. 1 Amazon-Bestseller in unserer Kategorie aufstiegen. Die Kategorie lautet (halt dich fest):

„Literatur über Drogenmissbrauch für Kinder“

Der Wegweiser in die Zukunft (2019):

Nachdem sich unsere Wege aufgrund eines Auslandssemesters für ein halbes Jahr trennten, trafen wir im Juli 2019 wieder aufeinander. Tatsächlich hatte sich unser Baby in den Verkaufscharts von Amazon wacker gehalten und wir begannen das neue Projekt, welches wir aufgrund anfänglicher persönlicher Abneigung lange vor uns hergeschoben hatten:

Unseren Instagram-Account: „das_biergesetzbuch“

Mit dem Start des Instagram-Accounts begann gleichzeitig das letzte Semester unseres Studiums, das die Bachelor-Thesis und viel Einbindung im Unternehmen mit sich brachte. Mit großen Schritten bewegten wir uns auf das Ende des Studiums zu, woraufhin sich die gewaltige und wichtige Frage stellte:

„Was will ich aus meinem Leben machen?“

In den nächsten Monaten zerbrachen wir uns den Kopf, wie eine mögliche Zukunft aussehen könnte. Wird es ein Masterstudium, ein Praktikum oder doch die Vollzeitstelle? Irgendwie erschien uns keine der „offensichtlich vernünftigen“ Optionen besonders attraktiv, weshalb wir nach Alternativen suchten. Irgendwann kam uns die Idee: Warum nicht einfach weiter am Buch arbeiten? Schließlich sind wir jung und wenn jetzt nicht die Zeit ist, etwas auszuprobieren, wann dann?

„Reisende Autoren – Europa wir kommen!“

 

Falls dich das interessiert oder du selbst ein Buch veröffentlichen möchtest, kontaktiere uns unter [email protected] Wir helfen gern!

Sonnenuntergang in Porto mit kühlem Bier

Der Traum von Freiheit (2020):

Mit erfolgreichem Abschluss des Studiums im Februar 2020 brannten wir darauf, nach einem entspannten Monat in der Heimat das Abenteuer „Europareise“ zu starten. Doch wie es im Leben so ist, kommt es immer anders, als man denkt. Dass uns ausgerechnet eine Pandemie einen Strich durch die Rechnung machen würde, haben wir nun wirklich nicht erwartet.

Die ungewisse Zeit am Anfang des Jahres verbrachten wir mit dem eigenständigen Bau einer Website[1] und der Erstellung eines Online-Shops.[2] Diese Projekte haben uns zwar gut beschäftigt, doch gänzlich zufrieden waren wir damit noch nicht. Geschlossene Grenzen und Ungewissheit bezüglich der Entwicklung der Pandemie stimmten uns der Reisepläne betreffend nicht sehr zuversichtlich. Glücklicherweise hatte dieser Zustand nicht auf Dauer Bestand, sodass wir am 3. Juni doch endlich aufbrechen konnten. Mit einem bis unter die Decke vollgepackten Opel Zafira starteten wir unser Abenteuer.

Wir nahmen uns vor, die Arbeit an der neuen Auflage des BGB mit neuen Erfahrungen aus Abenteuern in anderen Ländern zu kombinieren. Dass dies so gut funktionierte, bestätigt uns nachträglich in unserer Entscheidung gegen den sicheren Weg eines festen Arbeitsverhältnisses und für das abenteuerliche Reisen als Autoren. Die Arbeit am Buch gestaltete sich als willkommene Abwechslung zu unseren sonstigen Tätigkeiten während der Reise. Wir besichtigten viele Städte, lagen am Strand oder am See oder gingen in den Bergen wandern. Man kann mit Recht sagen, wir hätten unsere Reise in vollen Zügen genossen. Das „Arbeiten“ am Buch gehörte dazu, fühlte sich aber nie wie Arbeit an. Tatsächlich genossen wir besonders das Gefühl, uns am Campinglatz, in einer Bar, im Park oder am Strand an den Laptop zu setzen und zu schreiben. Wer träumt nicht davon, unabhängig von Zeit, Ort und Chef, seiner Arbeit nachzugehen? Das, was wir am Büroalltag so schmerzlich vermisst haben, ist nun unser größter Antrieb:

„Die Freiheit, das zu tun, was du willst, wann du es willst, wie du es willst und vor allem, weil du es willst.“

Nun sitzen wir hier bei 27 Grad auf einem Camping-Platz bei Sagres, dem südwestlichsten Zipfel Europas und hämmern die letzten Wörter in die Tasten. Ob wir unsere Entscheidung bereut haben?

„Nicht ein einziges Mal!“

Leider reichen unsere Einnahmen mit diesem Buch nicht vollends zur Finanzierung dieses Lebensstils aus, wodurch sich diese empfundene maximale Freiheit wohl vorerst nur auf die Dauer dieser Reise beschränkt. Trotzdem sind wir sehr dankbar für alles und  hochmotiviert in Zukunft das eine oder andere Projekt anzustoßen, um vielleicht mit etwas Glück eines Tages unsere Leidenschaft zum Beruf machen zu können.[3] Unabhängig davon, ob es irgendwann mal zum Überleben reicht oder nicht, sind wir wahnsinnig stolz, diese Entscheidung so getroffen zu haben.

Wir lieben es, nahezu jeden Tag an einem anderen Ort aufzuwachen, dabei neue Leute kennenzulernen und genüsslich den einen oder anderen Hopfentorpedo am schönsten Ort der Welt zu zischen. Die vielen neuen Erfahrungen, Eindrücke und Erlebnisse führten unweigerlich zu einer wahren Inspirationsexplosion, die die Motivation zum Schreiben einer Neuauflage mehr als nur entfachte.

 

 

[1] https://www.dasbiergesetz.com

[2] https://www.shirtee.com/de/store/shop-teambiergesetz/

[3] Falls dich interessiert, wie es mit dem BGB weitergeht, check unsere Instagramseite ”das_biergesetzbuch“, auf welcher wir dich gerne auf dem Laufenden halten.

 

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